2016 - Gemeinde Schönhausen Elbe

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2016

Gemeindeinfo > Veranstaltungen 2019
01.Mai  "Tag der offenen Tür" unserer Feuerwehr
    Am "Tag der Offenen Tür" unserer Feuerwehr      war wieder viel los.
Wie jedes Jahr war auch dieses mal für Leib und Seele gesorgt.
 
      
      Die aktiven Kammeraden und die kleinstendie"Fire-Kids" hatten einiges vorbereitet um den Tag noch        abwechslungsreicher zu gestalten.

    Es gab die Einweihungsprimjäre einer Wagenspritze die, mit viel Fleiß und Liebe zum Detail, wieder hergerichtet wurde.
    Unser Dank gild allen die an dieser Restauration mitgewirkt haben.
    (mehr dazu kann bei der Feuerwehr erfragt werden)


    Wir staunten nicht schlecht wie gut diese      Wagendruckspritze wieder funktionierte.             


    Die kleinsten      führten eine Eigeninterpretation des Märchens "Aschenbrödel" vor.
 Nach der Vorführung ernteten sie ihren verdienten      Applaus    
02.April  "Das Fest für Kunst und Demokratie"
In das Fest für Kunst und      Demokratie am Sonnabend in Schönhausen war der SOS-Kinderlauf integriert.

                
„Eine Runde schaffst Du noch!“ Mit anfeuernden Zurufen und Applaus schafften die Schönhauser Mädchen und Jungen bei „Kinder laufen für Kinder“ zum Auftakt des Festes für Kunst und Demokratie noch ein paar Runden mehr. Insgesamt 542. Tolle Leistung, auch wenn es im vergangenen Jahr etwas mehr gewesen sind. Der frühe Start kurz nach 9 Uhr, ein Fußballspiel von Dritt- und Viertklässlern und die Zeitbegrenzung auf anderthalb Stunden sind wohl die Gründe dafür. Dennoch waren es 41 Mädchen und Jungen, die sich eine Startnummer beim Org-Team um Carmen Bärmann vom Sportverein und Nanette Kurze geholt haben. 16 von ihnen waren unter sieben Jahre alt, die anderen darüber. Die jüngsten Läufer waren die dreijährigen Stella Gabriel mit Papa Stefan Lemme sowie
Martha Gierke aus Kamern. Auch etliche Kinder von außerhalb, zu Besuch bei den Großeltern, liefen mit.

Die Kleinen schafften, teilweise auch mit väterlicher Begleitung immerhin 157 Runden – eine etwa 400 Meter lang. Es ging um die Kirche und ein Stück durch den Park mit den als Drachen verwandelten Kanonen. Arik Zepernick hatte das meiste Durchhaltevermögen: 27 Runden!               
Die 25 Älteren legten 385 Runden zurück. Levi Giese, Schüler der 1. Klasse, schaffte mit 31 Runden die meisten.
Für alle Kinder gab es eine Urkunde. Den Kuchen zur Stärkung hatten wieder die beiden ortsansässigen Bäcker spendiert. Und es gibt noch einen anderen „Lohn“ für die sportliche Leistung: Sponsoren bezahlen die gelaufenen Runden – bei den Kleinen pro Runde ein Euro, bei den Großen für zwei Runden (knapp ein Kilometer) je ein Euro. Insgesamt sind es 349,50 Euro!
                                                    
Dieses Geld spendierten Gewerbetreibende aus der Region, Privatpersonen und auch Eltern der laufenden Kinder. Berbel Wischer, Dagmar Schulze und Marlies Haak hatten in den Wochen zuvor darum gebeten.
                                                  
Vor dem Start entschied sich die Mehrheit der Kinder und Eltern dafür, dass das Geld für „ein gesundes und sicheres Leben“ für Kinder in anderen Ländern gespendet wird.
359,50 Euro sind der Lohn für 542 Runden

   
(Text Volkstimme 4.4.2016 ASR)
 Schönhausen setzte am Sonnabend ein Zeichen      gegen über 50 Rechtsgerichtete, die sich zum Bismarckgeburtstag
im Park      versammelten.
    
Auch wenn der Anlass für den Kinderlauf, das Kunstfest und das Familienfest alles andere als rühmlich und erfreulich sei, so zeigte sich Verbandsbürgermeister Bernd Witt doch zufrieden, dass Schönhausen und die Region wieder ein buntes Gesicht gezeigt haben. Mit „Kinder laufen für Kinder“,dem Familienfest des Bündnis für Demokratie und Weltoffenheit im  Landkreis Stendal und den Parkverwandlungen war am Sonnabend einiges
los in Schönhausen.
Das Motto von „Kunst für Demokratie" in diesem Jahr: „Miteinander angezettelt – für Demokratie". Es ist angelehnt an das Motto der derzeitigen Sonderausstellung „Angezettelt: Antisemitische Aufkleber und Gegenwehr" des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin. Die von der Otto-von-Bismarck-Stiftung Schönhausen im hiesigen Museum gezeigte Ausstellung macht deutlich, dass antisemitische und antirassistische Klebezettel immer auch auf Gegenreaktionen gestoßen sind und dass Botschaften von Hass und Intoleranz nicht unwidersprochen hingenommen werden müssen.
Botschaften für Weltoffenheit
„Widerspruch und richtungsweisende Botschaften für Weltoffenheit gibt es heute hier in Schönhausen", sagte Dr. Andrea Hopp als Leiterin der Otto-von-Bismarck-Stiftung Schönhausen zur Eröffnung des Festes am Samstagmorgen. „Weil wir über die Jahre zusammen den Platz hier am Museum so bunt gemacht haben mit Kunstaktionen, SOS-Kinderlauf, Musik und vielem mehr ist er seit zwei Jahren ein ,Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen‘, gewürdigt mit einer vom Bundespräsidenten unterzeichneten Urkunde für das Projekt ,Kunst für Demokratie‘. Als eine der 100 besten Ideen deutschlandweit 2013/2014 wird beispielhaft gezeigt, wie mit kreativen, bunten und vielfältigen Kunstverwandlungen vereint für Demokratie eingetreten werden kann. Das hat für überregionale Aufmerksamkeit gesorgt", resümiert die  Stiftungsleiterin. Jahr um Jahr führe „Kunst für Demokratie" vor  Augen, dass es „an uns ist, öffentliche Räume zu gestalten: Indem wir Verantwortung für sie übernehmen, weil sie anders als unser privates Zuhause zaun- und mauernlos und allzeit   zugänglich sind, besonderen Gefährdungen unterliegen, und weil auch Nichtstun und Nichthandeln den öffentlichen Gemeinderaum verändern wird – weil ihn dann andere und anderes verändern."Ihre Aufgabe als Leiterin einer Demokratiebildungseinrichtung des Bundes ist es, den Bürgern Wege für ein zivilgesellschaftliches Engagement, für Demokratie, für das Mitmachen und für ein friedliches und tolerantes Miteinander aufzuzeigen.
Für die Park-Verwandlung konnte auf das über die Jahre angesammelte Repertoire zurückgegriffen werden, zu dem Vereine, Schulen, Jugendklubs und Einzelpersonen beigetragen haben. Einige Personen aus der Region haben auch zum diesjährigen Motto „Miteinander angezettelt – für Demokratie“ etwas beigesteuert. Kinder und Erwachsene aus der Flüchtlingsunterkunft in Klietz machten auf Initiative von Grit Woywod vom DRK und Bianca Weber von der Freiwilligenagentur ebenfalls mit. Die Kinder bastelten 201 Friedenstauben (so alt wäre Otto von Bismarck am 1. April geworden) und Zettelbotschaften. Beim Anbringen halfen die aus dem syrischen Damaskus geflohenen Asylbewerber Amir und Abdulrasar. Beide leben seit Dezember in Klietz und können schon gut deutsch sprechen, „sie wollen nicht nur in der Unterkunft sitzen, sondern lernen, helfen und sich integrieren“, berichtet Grit Woywod, als sie zusammen die Friedenstauben anbringen. Amir, mit beiden Söhnen geflohen, war in der Heimat Französisch-Lehrer, Abdulrasars Familie besaß eine nun zerstörte Firma für die Herstellung und den Verkauf von kosmetischen Schwämmen.
Die Friedenstauben und die Klebe-Botschaften bereichern nun die umfangreiche künstlerische Sammlung. Der Park kann also auch in den kommenden Jahren ein buntes Kleid tragen.


(Text Volkstimme 4.4.2016 ASR)
06.Februar  Die Gemeinde und die Otto von Bismarck - Stiftung hatten zum traditionellen Neujahrsempfang geladen
      
Im Bismarckdorf ist es gute Tradition, dass Gemeinde und Bismarck-Stiftung gemeinsam zu diesem Empfang einladen.


Das DUO "Lisalex"
Lisa Buchholz und
Alexandra Kuß begleiteten
die Veranstaltung
im Saal des Bürgerzntrums
musikalisch
      
      
      
Dass sie zu den Anwesenden reden konnte, war für Dr. Andrea Hopp vom Bismarck-Museum alles andere als selbstverständlich: Denn noch bis zum 9. Dezember hatte die Existenz des Museums im Geburtsort des ersten deutschen Reichskanzlers auf der Kippe gestanden. Der Kooperationsvertrag zu dessen Finanzierung wäre am Jahresende ausgelaufen. Glücklicherweise bekannte sich auch der Gemeinderat einhellig zu der Einrichtung, am 10.Dezember wurde dann endlich der Vertrag verlängert.
      
Das geschah alles ausgerechnet im Jahr des 200. Geburtstages vom „Eisernen Kanzler“ – Otto von Bismarck war am 1. April 1815 geboren worden. Wegen des enormen Medienechos wurden auch entsprechende Besucherströme verzeichnet – insgesamt wurden bei den
vielfältigen Veranstaltungen immerhin 20 535 Besucher gezählt. Bereits zum  Auftakt am 15. März kamen 145 Gäste, Ministerpräsiden
Reiner Haseloff eröffnete dabei die beiden Sonderausstellungen. Sonderstempel samt–briefmarke wurden am 2. April herausgegeben, dazu kamen 387 Interessenten. Aktionen gab es am Berliner Hauptbahnhof oder im Bundesrat. Noch immer wandert zudem eine kleine Bismarck-Büste durch diverse Museen des Bundeslandes.
Dank an Bund und Land
      
Erfreut war Andrea Hopp auch darüber, dass die Idee zur letztjährigen Aktion „Kunst für Demokratie“ direkt aus dem Ort kam: Diesmal
wurden Türen bunt gestaltet. Mit dieser Aktion wehren sich die Akteure gegen die Vereinnahmung des Bismarck-Geburtstages durch Rechtsextreme.
Ein Dankeschön ging von der Rednerin an Land und Bund, welche Gelder für die Sonderausstellungen sowie  zur Aufstockung der Museumspäda­gogin Katja Gosdek zur Verfügung stellten. Auch wurden die Lücken zur Absicherung der Öffnungszeiten gestopft.
Zudem dankte sie den Helfern aus der Bevölkerung, welche den Betrieb der Einrichtung im „Ausnahmejahr“ mit Bravour absicherten.
Auch dieses Jahr muss aufgrund der knappen Finanzmittel wieder improvisiert werden. Probleme gibt es mit der Zuweisung von Kräften vom zweiten Arbeitsmarkt, ohne die die Öffnungszeiten nicht abgesichert werden können. Eine große Hilfe war dabei die Gemeinde, welche kurzfristig zwei Minijobber finanzierte. Um das Personalproblem etwas zu entschärfen, wird das Museum Geld, das eigentlich für Veranstaltungen gedacht war, für Zusatzkräfte einsetzen.
             
Ab 6. März neue Ausstellung
                
Auch in diesem Jahr gibt es ab dem 6. März wieder eine Sonderausstellung: Diese trägt den Titel „Angezettelt. Antisemitische Aufkleber und Gegenwehr“ und stammt vom Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin. Die Besucher erfahren in der Ausstellung unter anderem, wie Klischees entstehen – sowohl antijüdische, aber auch zum Islam oder über Flüchtlinge. Denn die Ausstellung ist Teil eines Pilotprojektes über jüdische Geschichte für Flüchtlinge. Die gesicherte Finanzierung ermöglicht dabei auch Workshops und Filme, vier Bundesfreiwilligenstellen werden zudem eigens dazu geschaffen. Zwei dieser Stellen sollen mit Flüchtlingen besetzt werden. Denn
zur erfolgreichen Integration gehört auch die Beschäftigung mit der Geschichte – wozu in Deutschland auch die Juden gehören.
Als ein Jahr der weltweiten Veränderungen bezeichnete Bürgermeister Holger Borowski das Vorjahr. Auch Schönhausen sei betroffen, man stehe mit dem Flüchtlingszuzug vor einem Problem, das gemeinsam gelöst werden müsse.
Der Bürgermeister dankte allen Ehrenamtlichen, Gewerbetreibenden und Einrichtungen, ein besonderer Dank ging jedoch an seinen Amtsvorgänger Alfons Dobkowicz. Er habe die ärztliche Versorgung im Ort stabilisiert, das Bismarcksche Gut II zum Bürgerzentrum
umbauen lassen sowie die Flutschäden im Ort aufgearbeitet.
                                 
                
Vertrag mit Bismarck-Erben

Mit dem Museum, dem Park, der Kirche und der Touristinformation sei man auf Besucher gut vorbereitet, auch wenn dazu viel Aufwand nötig ist. Der Redner begrüßte es ausdrücklich, dass mit der Vertragsunterzeichnung das Museum auch weiter Bestand hat und dankte allen daran Beteiligten. Erst vor wenigen Tagen wurde ein weiterer Vertrag mit den Bismarck-Erben unterzeichnet, welcher die Leihgabe diverser Exponate verlängerte, ergänzt durch eine Ankaufoption für 75 besondere Exponate.

Mit Unterstützung des Staates werde auch der Turm der Kirche wieder hergerichtet, freute sich der Bürgermeister über diese Maßnahme. Gute Nachrichten konnte er auch bei der Beseitigung der Flutschäden verkündeten: Im November wurde die Dammstraße fertig, die Bahnhofstraße und der Hook sind fast fertig. Fleißig repariert  wird zudem in der Müntzer- und Körnerstraße, in der Märsche oder im Neuen Wielweg.
Gerade jetzt in der Niedrigzinsphase sei es angeraten, die kommunalen Wohnungen attraktiver zu gestalten, mahnte er. Eventuell könne die Kommune auch eine Tribüne für die neu zu erbauende Turnhalle finanzieren.                               
„Auch viele unserer Vorfahren wurden vertrieben und suchten woanders Schutz – würden wir nicht auch vor einem Krieg fliehen?“ lenkte Holger Borowski den Blick auf die Flüchtlinge, von denen einige auch nach Schönhausen kommen werden.
Stellvertretend für alle Ehrenamtler dankte der Bürgermeister den Bibliothekarinnen Christel Guß-Siedler und Ingrid Poppe sowie dem Feuerwehrmann Mario Pultermann mit einem Blumenstrauß.
       
(Text und Fotos aus der Volksstimme vom 08.02. Ingo Freihorst)
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