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Geschichtliches

 

Vier Kilometer nördlich entlang der B 107, wartet auf den Besucher die Gemeinde Hohengöhren.

Hohengöhren zählt seit dem  Jahre 2010 als weiterer Ortsteil zur Gemeinde Schönhausen (Elbe). Der Ort ist durch ein ausgesprochen ländliches Bild geprägt und findet auch bis heute in der Landwirtschaft und im Handwerk sein Hauptbetätigungsfeld.

 

Der Name des Ortes wird auf slawischen Ursprung zurückgeführt (Gora = Berg). Als der gewaltige Urstrom einst seine Wässer verlor, blieben die Bänke, die er aufgeschwemmt hatte. Auf ihnen entstanden die ersten Siedlungen, die bis in die Niederungen vordrangen. Hohengöhren gehört zu ihnen, wie weiter südlich der Ort Fischbeck.

Zu einer Zeit, als die Tempel von Karnak und Luxor erbaut wurden, als Troja in Trümmern lag, als griechische Siedler in Kleinasien landeten, bestand hier eine erhebliche Bronzekultur, die man bisher sehr unterschätzte.

Ein Volk, das die Luren erfand, diese wunderbaren Hörner, mit denen sich noch heut kein Blasinstrument vergleichen kann — ein Volk, das eine hochentwickelte, mehrstimmig Musik hatte, muss ein beträchtliches geistiges Leben besessen haben. Allerdings haben Baureste sich kaum erhalten; denn das germanische Volk baute in Holz, das in den Jahrtausenden vermodert ist.

Hohengöhren ist eine wichtige Fundstätte altgermanischer Kulturreste. Heute stellt sich der Ort in buntem Gemisch unterschiedlicher Bauweisen dar.

 

Die erste urkundliche Erwähnung findet das typische Straßendorf, damals noch zum Bistum Havelberg gehörend, im Jahre 1337. In dem um 1370-1400 zusammengestellten  erzbischöflichen Lehnregister kommt es als Hoen–Gorne vor und erscheint 1497 als eine von Möllendorffsche Besitzung ebenfalls unter dem Namen Hoen–Gorne.  Hohengöhren wird in Aufzeichnungen von 1820 als Pfarrdorf und Rittergut bezeichnet.

Durch seine günstige Lage an der alten Handelsstrasse und durch den fruchtbaren Boden der Elbniederung, konnte das Bauerndorf einen beachtlichen Reichtum erlangen. Davon zeugen der für diese Landschaft untypische, prunkvolle barocke Ausbau der Kirche und der frühere Standort des Gutshauses, von dem nur noch ein umfangreicher Baumbestand zeugt.

Durch eine Überschwemmung der Elbe ist ein großer Teil des besten Ackers zwei Meter hoch mit Sand bedeckt und dadurch weniger ertragreich geworden.

 

 

   
     

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Stand: 20. Juni 2014