Schützengilde - Gemeinde Schönhausen Elbe

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Schützengilde Schönhausen 1901 e.V.
Geschichtliches
Im Jahre 1901 gründeten dreiunddreißig Schönhauser Herren in der Gastwirtschaft Herrmann Hacker die Schützengilde
Schönhausen a. d. Elbe, die im Laufe des Jahres auf über fünfzig Mitglieder anwuchs. Das von der Gemeinde dem Verein zur Verfügung gestellte Gelände östlich des Ortes wird noch heute von den Einwohnern Schützenplatz genannt. Zum zehnjährigen Bestehen der
Gilde findet im Juni 1911 das Stiftungsfest, verbunden mit der Fahnenweihe, statt. Auch die Nachkommen Otto von Bismarcks nahmen
Anteil an diesem denkwürdigen Fest. Das vielen Schönhausern bekannte Foto vor dem Schloss der Bismarcks entstand aus diesem Anlass. Ansonsten waren die Zeugnisse rar, die sich von der ersten Schützengilde erhalten hatten. Mit der Gleichschaltung im
Dritten Reich, dem Beginn des Zweiten Weltkrieges und dessen furchtbarem Ende verschwand die Gilde aus den Augen der Öffentlichkeit.
In der DDR mit seiner alles überwachenden und jede private Initiative argwöhnisch beäugenden Parteiführung war natürlich kein
Vereinsleben möglich, welches uns heute doch so selbstverständlich erscheint. So dauerte es denn auch bis zum Frühjahr 1995, als einige Schönhauser beschlossen: Schönhausen muss wieder eine Schützengilde haben. Am 1. Mai treffen sich zum ersten Mal immerhin rund 25 Interessierte; die eigentliche Gründungsversammlung findet am 12. Mai in der Gaststätte „Elbaue“ statt. 27 Mitglieder tragen sich
ein und ein Vorstand wird gewählt: Manfred Jann übernimmt das Amt des ersten Vorsitzenden, Bernhard Meiners das seines Vertreters.
Als Schatzmeister verwaltet Helmut Widwald die Kasse, Wolfgang Braunschweig führt als Schriftführer das Protokollbuch. Als Kommandeur fungiert Gerhard Freudenhagen, als Waffenwart Ottomar Clare und als Zeugwart Alfons Dobkowicz. Zur großen Überraschung der Mitglieder taucht die originale Vereinsfahne der ersten Schützengilde, die 1911 geweiht wurde, auf! Albert Linke, dessen Vater vor dem Kriege schon Fahnenträger der Gilde war, hatte sie versteckt über vierzig Jahre lang aufbewahrt. Bis zu seinem frühen Tod im Jahre 2001 trägt er nun die Vereinsfahne, inzwischen ein originalgetreues Duplikat, denn das kostbare Original wird sorgfältig aufbewahrt. Auch ein noch lebendes Mitglied der alten Gilde wird ausfindig gemacht und bald Ehrenmitglied: der in Havelberg lebende, über 80jährige, Karl Lietz.
Im Juli 1995 kann die Gilde in den leerstehenden Saal des ehemaligen Kulturhauses einziehen, der von der Gemeinde zur Verfügung gestellt wurde. Bei den Gebäuden handelt es sich um die ehemalige Gaststätte Herrmann Hacker, in der die Gründung der ersten Schützengilde 1901 stattfand. Der Saal wird als Versammlungsraum und Luftgewehrschießstand hergerichtet.
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